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Die BMW Group Classic beim
Goodwood Revival 2011
Kaum eine andere historische Rennsportveranstaltung
entführt seine Besucher so stilsicher in den Flair
und den Glamour vergangenen Tage wie das Goodwood Revival.
Angesichts der erfolgreichen Rennsportgeschichte von
MINI und BMW ist das Goodwood Revival alljährlich
die erste Adresse, um einige Kostproben aus der ruhmreichen
Vergangenheit der beiden Marken zu geben. „Für
die BMW Group Classic ist das Goodwood Revival einer
der Höhepunkte in unserem Klassikkalender“,
freut sich Karl Baumer, Leiter der BMW Group Classic,
auf das Wochenende im Süden Englands.
Zwei Fahrzeuge aus München werden bei der St. Mary’s
Trophy in diesem Jahr teilnehmen. Für MINI geht
ein ganz neuer Spross aus der Rennsportsammlung an den
Start. Seit Anfang diesen Jahres wurde ein Austin Mini
Cooper S Competition aus dem Jahre 1964 in der Werkstatt
der historischen Rennsportabteilung der BMW Group Classic
komplett neu aufgebaut. „Wir wollten in Erinnerung
rufen, dass neben den herausragenden Erfolgen von MINI
im Rallyesport auch auf der Rundstrecke zahlreiche Siege
eingefahren werden konnten“, erklärt Friedrich
Nohl, Leiter der historischen Rennsportabteilung die
Motivation für dieses Restaurierungsprojekt.
Mit den seit 1964 gebauten Rennversionen des Mini-Cooper
S mit 1275 ccm gewann John Fitzpatrick die 1300-ccm-Klasse
und belegte den zweiten Platz bei der britischen Tourenwagen-Meisterschaft.
John Rhodes dominierte die 1300-ccm-Klasse dieser Meisterschaft
von 1965 bis 1968. Er gewann 1968 damit auch die europäische
Meisterschaft. Die Wagen nahmen in Gruppe 2 teil und
hatten normalerweise einen auf 1293 ccm vergrößerten
Hubraum. „Bei dieser britischen Erfolgsgeschichte
erschien uns Goodwood als der ideale Ort, um das erste
Rennen mit dem Cooper S zu fahren“, so Nohl weiter.
Pilotiert wird der classic Mini von Claudia Huertgen,
erfolgreiche Rennfahrerin und Chefinstruktorin der BMW
und MINI Driving Experience, und von Jörg Weidinger,
der aus der Bergrennszene kommt und seit Jahren als
Fahrertrainer bei der BMW und MINI Driving Experience
tätig ist.
Für BMW steht anlässlich des 50jährigen
Jubiläums ein BMW 1800 TISA in der Startaustellung
der St. Mary’s Trophy. Dafür konnten zwei
ganz besondere Piloten gewonnen werden. Mit Andy Priaux
sitzt ein Tourenwagenweltmeister am Steuer des schnellsten
aller Modelle der Neuen Klasse. Das Team komplettiert
Herbert Diess, Mitglied des Gesamtvorstandes der BMW
Group und dort zuständig für das Ressort Einkauf.
Das Auto dieses prominenten Temas stammt auch aus der
Rennsportsammlung der BMW Group Classic und wurde 1965
und 1966 für Rundstrecken- und Bergrennen eingesetzt.
1992 konnte Dieter Quester in diesem Auto die Europameisterschaft
für historische Tourenwagen gewinnen.
Den 1800 TI/SA – „SA“ steht für
„Sonderausführung“ - bot BMW ab 1965
speziell für den Clubsport an. Mit zwei Doppelvergasern
und im Vergleich zum BMW 1800 TI einer erhöhten
Verdichtung leistete der Motor 130 PS und machte aus
der schnellen Familienlimousine einen ernstzunehmenden
Renn-Tourenwagen. Außerdem bekam der Käufer
sportliche Ausstattungsdetails wie ein Fünfganggetriebe,
Holzlenkrad und verstellbare Schalensitze. Auf Wunsch
gab es einen 105 Liter Tank, einstellbare Stoßdämpfer
und unterschiedliche Hinterachsübersetzungen. Durch
ihre Zuverlässigkeit konnten mit diesen schnellen
BMW Viertürern viele internationale Erfolge erzielt
werden. Es wurden nur 200 BMW TI/SAgebaut. Die Fahrzeuge
gelten heute als besondere Raritäten.
Nicht nur auf der Rennstrecke zeigt die BMW Group Classic
Schätze aus der Sammlung sondern auch in den drei
historische Garagen auf dem Ausstellungsgelände
neben der Rennstrecke.
Bei BMW wird eine Isetta die 1950er Jahre wieder aufleben
lassen. Bei MINI steht alles unter dem Motto ‚Swinging
London‘ und Rolls-Royce zeigt ein Designatelier
rund um die Spirit of Ecstasy, die seit 100 Jahren die
Fahrzeuge von Rolls-Royce ziert.
In der Earls Court Motorshow steht der neue BMW M5 gemeinsam
mit seinem Namensgeber aus den 1980er Jahren. Daneben
kann die Vergangenheit und Gegenwart der BMW Turbomotorentradition
besichtigt werden: ein brandneuer BMW 118i und ein BMW
2002 turbo, das erste europäische Serienauto mit
Abgasturbolader.
Foto: BMW Group Classic beim Goodwood Revival 2011
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